24.02.2010

Und wieder ist so viel Zeit vergangen … und vor allem so schnell …

Hallo liebe Fans J

Vorgestern hatte Cara Geburtstag … und es ist ihr so gut gegangen an diesem Tag. In der Kita hat sie einen schönen Tag verbracht, der Raum wurde geschmückt, sie durfte eine liebevoll gebastelte Krone tragen und war der Mittelpunkt. Ebenso wurde sie reich beschenkt. Ich danke allen aus ganzem Herzen die dazu beigetragen haben, dass unser Kind einen so schönen Geburtstag erleben durfte.Zu Hause hatten wir bis abends Besuch und auch hier war Cara der Mittelpunkt – eigentlich ist sie es ja jeden Tag J

Es war der erste Geburtstag seit dem Schicksalsschlag, an welchem ich nicht eine Träne geweint habe. Die letzten beiden Geburtstage war das leider anders, ich kämpfte den ganzen Tag mit meinem Seelenschmerz. Ich konnte mich nicht darüber freuen, dass mein Kind Geburtstag hat. Alle Erinnerungen an die Geburt, wie glücklich wir damals waren kamen hoch, an die Zeit danach, wie Cara laufen und brabbeln lernte quälten mich. Dazu kam das schlechte Gewissen …ich war es dem Kind schuldig mich an diesem Tag mit und für sie zu freuen, aber meine Gefühle machten mir einen Strich durch die Rechnung. Ein Hin und Her ….

Aber dieses Mal war es endlich anders … und dafür danke ich allen die dazu beigetragen haben und ich danke dem lieben Gott weil er mir den richtigen Weg zeigt.Cara geht es gut … zurzeit erleben wir wieder eine Phase der Entspannung und der Aufnahme … Wir bemerken kleine Veränderungen die uns glücklich machen und uns oft ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Sie ist sehr entspannt, man kann gut mit ihren Armen und Beinen arbeiten da sie sehr locker sind.

Wir sind vor Weihnachten in unser neues Haus gezogen und alles hat – dank der zahlreichen Hilfe – wunderbar geklappt. Wir hatten viele Helfer und auch an dieser Stelle möchte ich mich bei allen noch mal bedanken. Wir fühlen uns sehr wohl in unserem neuen Zuhause welches wir Feng-Shui orientiert gestrichen haben. Natürlich bin ich mit der Einrichtung noch nicht fertig und auch bei der Auswahl der Accessoires möchte ich mich nach Feng-Shui richten. Wir durften eine ganz liebe und kompetente Architektin – Frau Ricarda Grothe -  kennen lernen die uns begleitet hat.

Ich möchte an dieser Stelle meinem Mann aus ganzem Herzen, für alles was er getan hat, danken. Olaf hat es geschafft den Bau so super zu managen, dass das Haus in 8 Monaten stand, hat selber sehr viel daran gearbeitet und die besten Handwerker organisiert J . Ich danke ihm für seine Liebe und die Hingabe mit welcher er sich um unser Kind kümmert.

Die ersten Wochen schlief Cara ziemlich unruhig in ihrem neuen Zimmer, darauf hin kontaktierte ich Frau Pahl in Frankfurt. Sie ist ein Medium und hat uns schon mal in der alten Wohnung gut geholfen. Ich habe ihr Fotos von Cara´s Zimmer zugesandt und sie konnte mir erfolgreich mitteilen, an welcher Stelle ihr Bett am besten steht.

Das hat sie bereits letztes Jahr nach monatelangen unruhigen Nächten getan und siehe da ! Nach dem Umstellen des Bettes damals konnte unser Kind wunderbar durchschlafen und es gab keine Schrei-Nächte mehr. Jetzt sind die Nächte wieder ruhiger und unser Kind morgens ausgeglichen und ausgeruht. Morgens begrüßt sie uns laut mit lachen und lautieren. Danach wird ein wenig gekuschelt und so wie wir sie auf die Wickelkommode zum Anziehen legen, fängt sie an in Babysprache zu brabbeln. Irgendwie antwortet sie oft auf das was man ihr erzählt und sie freut sich. Sie lacht dabei und versucht krampfhaft was zu sagen. Tatsächlich findet oft ein Dialog statt … Und wenn wir ihr was singen dann wird Cara noch lauter, so als ob sie mitsingen möchte. Sie erkennt die Lieder wieder und fängt sofort an zu lächeln bis hin zu einem lauten „Lachbrabbeln“ … Das kann auch ihre Krankenschwester in der Kita bestätigen, da tut Cara es nämlich auch JDieses Kind liebt Action .. sie liebt die Hüpfburg in der Kita und wenn der Papa sie durch die Luft wirbelt. Da juchzt sie ganz laut … Wehe es wird langweilig !!! Dann kann sie aber auch ganz anders. Sie kann grantig werden und uns die Ohren voll jammern. Cara erträgt es nicht wenn wir einen ganzen Tag nur zu Hause sind und nichts mit ihr machen. In solchen Situationen sind Omis und jeder der für Abwechslung sorgt, sehr willkommen J J  Glücklicherweise ist unser Sonnenschein bei allen beliebt und wir haben demnach keine Probleme eine Betreuung zu finden.

Cara geht gerne spazieren und wir haben das Gefühl, dass sie auch immer mehr über die Augen wahrnimmt.Letztens kam ich auf die Idee ihr einen Spiegel vor das Gesicht zu halten. Ich war sehr neugierig auf ihre Reaktion und harrte mit dem Ding in der Hand aus bis Cara mich mit ihrer Reaktion belohnte J … sie guckte zuerst immer kurz rein, dann wieder weg, dann wieder rein usw…. das Köpfchen ging hin und her … gleichzeitig erklärte ich ihr wer das ist und wie hübsch sie doch sei … und plötzlich war es da !!! Diese Lächeln … es war einfach nur schön … dieses Glücksgefühl in mir … bei so was krieg ich immer Pipi in die Augen (wat´n Deutsch !!! J)  Dadurch stellte ich fest, dass Cara wahrscheinlich kurzsichtig ist und die Gegenstände besser erkennt wenn man sie ihr direkt vor die Augen hält. (Im Mai haben wir einen Termin bei der Augenärztin) Sie mag auch gerne Farben, zum Einzug schenkten wir ihr nämlich eine tolle LED-Lampe die die Farben wechselt .. Man kann sie individuell einstellen und die Farben sind sehr kräftig. Da schaut sie auch oft drauf und wird dann ganz ruhig. Vor allem wenn Omi ihr dabei liebevoll die Beine massiert.

Am 9. Februar besuchten wir wieder unseren lieben Dr. Zartner – unseren Kardiologen – zur vierteljährlichen Untersuchung. Auch hier kann ich nur Positives berichten ! Der Tumor scheint sich aufzulösen. Er hat sich jetzt seit November nicht mehr arg verkleinert aber irgendwie zersetzt. Er ist fransig geworden und das lässt unsere Herzen auch wieder vor Freude hüpfen. Aufgrund dessen wurde jetzt ein Medikament (Tambocoor) zur Hälfte reduziert. Bis jetzt läuft alles gut, wenn es in den nächsten Tagen so bleibt dann streichen wir auch die andere Hälfte aus unserem Medikamentenbestand. Cara hat kaum noch Extrasystolen. Dr. Zartner wagte eine leise Prognose, wenn alles so stabil bleibt, kann der Defibrilator nächstes Jahr wahrscheinlich raus. Die Batterie des Gerätes müsste sowieso irgendwann ausgetauscht werden. Hey, sind das nicht tolle Nachrichten ?

Das Einzige was uns zurzeit noch Kopfschmerzen bereitet ist Caras Erschrecken. Nach wie vor erschreckt sie sich über die kleinsten Geräusche, teilweise heftig sodass sie anfängt zu schreien. Das kann sehr unangenehm werden, für sie als auch für uns. Im Kindergarten passiert das nie, nur zu Hause. Wir vermuten, dass sie ja im Kindergarten einem gleichmäßigen Geräuschpegel ausgesetzt ist und das ist zu Hause nun mal nicht gegeben. Radio läuft zwar den ganzen Tag aber das reicht wohl nicht so ganz. Ich muss dazu sagen, dass wir diesbezüglich auch Phasen durchleben. Mal ist es schlimmer und das Erschrecken heftiger und mal gar nicht so. Wir wissen auch nicht woran wir das fest machen sollen. Wahrscheinlich hängt das mit ihrer neurologischen Entwicklung zusammen. An „heftigen“ Tagen bemerken wir bei Cara auch ein Zucken der Mundwinkel, der Arme und Beine, des Kopfes. So wie eine Muskelzucken. Wir waren deswegen bereits zweimal beim Neurologen, haben ein EEG schreiben lassen. Das EEG war natürlich nicht gut, der Arzt meinte aber, er würde nicht das EEG behandeln sondern das Kind. Er sähe keinen Grund Cara aufgrund des Zuckens medikamentös einzustellen. Und das fand ich toll !!! Manch anderer Arzt hätte ihr schon längst Antiepileptika verpasst !

Jetzt haben wir Cara Gehörschutz bestellt und sind sehr gespannt ob die an ihre Ohren angepassten Stöpsel was bringen. Wir möchten sie damit an den „heftigen“ Tagen ein wenig entlasten.  Essen und trinken klappt auch ganz gut. Die Mädels in der Kita üben jetzt mit Cara auch fleißig die Medikamente über den Mund zu geben. Olaf möchte die Magensonde noch dieses Jahr rausnehmen lassen. Ich bin schon wieder kopfgesteuert und denke viel zu viel über die Pro und Contras nach !!! Das muss ich mir auch noch abgewöhnen.  Mir geht es zurzeit relativ gut, habe  mich in den letzten Monaten ein wenig spirituell belesen und somit meine Antworten teilweise gefunden. Ich hadere nicht mehr so oft mit dem Schicksal und nehme es an. AUCH wenn es mir immer noch manchmal schwer fällt und ich immer wieder Situationen erlebe in welchen ich mein Kind nicht verstehe und mich dadurch sehr hilflos fühle. Ich arbeite weiter an mir um auch diese Hürde irgendwann zu schaffen.  Trotzdem gestehe ich mir in manchen Situationen Momente der Trauer ein.

Wir waren Karnevals-Sonntag den Zug in Porz  sehen. Cara hatten wir gut eingepackt und im Kinderwagen mitgenommen. Sie fand das alles gut, der Lärm störte sie gar nicht und oft lächelte sie vor sich hin. Ich sah die anderen geschminkten und verkleideten Kinder um mich rum … Caras Kinderwagen stand was abseits und da brach wieder eine Schmerzwelle in mir zusammen. Die anderen Kinder, die munter und glücklich die Kamelle aufsammelten und auf der anderen Seite meine Tochter die sich nicht bewegen kann … ja, da musste die Mami leider ein paar Tränchen verdrücken…. Ich schaff es aber immer wieder nach vorn zuschauen … Die Liebe meines Mannes, die Unterstützung der Familie und er Freunde, mein Job und die Tatsache dass Cara so gut in der Kita aufgehoben ist .. das alles hilft mir sehr. Das Gefühl der Gemeinsamkeit ist unersetzbar.

Zu guter Letzt möchte ich euch mitteilen, dass wir am 06.03. eine Boutique in unserem Wohnort Porz-Zündorf eröffnen. Olaf hat eine neue Aufgabe gefunden und freut sich sehr auf seinen neuen Job. Wir bieten Markensachen zu Outlet-Preisen an und hoffen damit vielen Leuten eine Freude zu machen J JFolgenden Spruch von Mahatma Gandhi, der mir am Wochenende in einem Seminar nahe gelegt wurde, möchte ich Euch heute auf den Weg geben

„Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir für diese Welt wünscht“

Lebt in Liebe, denn Liebe ist die stärkste Energie !

Eure Lucy